12.7.06

Geschäftsmodell von YouTube

Seit einigen Wochen ist der Video-Share-Dienst YouTube in meinem Ereignishorizont aufgetaucht. Und da ich als kritischer Teilnehmer der sog. "freien sozialen Marktwirtschaft" gelernt habe, dass Unternehmen, selbst im Internet, nichts zu verschenken haben, habe ich mich über den geschäftlichen Hintergrund von YouTube gewundert.

YouTube ermöglicht es, kleine Videos anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die Videos können "getaggt" werden, also mit Stichworten versehen werden. Der Clou ist jedoch, dass jeder, der möchte, auf ein Video auf YouTube verlinken kann, wie zum Beispiel hier:



Da die Seite jedoch nicht mit Werbung vollgepflastert ist, wundert mich, was wohl der geschäftliche Hintergrund des Dienstes ist. Einmal könnte es natürlich sein, dass die Benutzer erst einmal "angefixt" werden und mit einem kostenlosen Angebot gelockt werden, um dann in einigen Monaten Mitgliedsgebühren zu verlangen, das vermute ich jedoch nicht.

Ich vermute, dass YouTube als Plattform für virales Marketing taugt. Unternehmen, die Werbung machen möchten, stellen einfach witzige, eventuell sogar grenzwertige (man erinnere sich an die katzenunfreundliche Ford Ka-Werbung) Videoclips hier rein. Ist das Video gut, so wird es sicherlich von vielen Leuten publiziert und verbreitet sich so (siehe zum Beispiel Blog-Eintrag von Claus). Um den Anschein einer Video-Tauschplattform zu bieten, dürfen die Nutzer aber auch eigene Videos tauschen.

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1 Comments:

At 18:41, Anonymous Stefan Mannes said...

es ist tatsächlich so, dass viele auf viral marketing spezialisierte firmen youtube, etc. als plattform für das so genannte seeding benutzen. wir selbst haben dabei bei viral clips sehr gute erfahrungen gemacht. z.B. bei: http://www.youtube.com/watch?v=cX7ZOwm_HsQ

 

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