21.5.06

Ich bin ein Weichei!

Ja, ich bekenne mich dazu: Ich habe, nach Jahren, zu den Weicheiern gewechselt. Wer jetzt denkt, ich würde warm duschen und in der Garage parken, liegt nicht ganz falsch: Ich sichere seit einigen Wochen regelmäßig meine Daten auf einer externen Festplatte.

Nachdem ich mich jahrelang mit einer Sicherungs-CD alle paar Jahre zufrieden gegeben habe, bin ich nun dazu übergegangen, auf eine externe Festplatte zu sichern, da die Datenmenge einfach zu groß wurde. Ich möchte nicht, dass ich eines Tages meine ganzen Digital-Kamera-Bilder und die in mühevoller Arbeit digitalisierte CD-Sammlung in einem Moment der Hardware-Schwäche verliere.

Also habe ich mir ein externes Plattengehäuse beim Computerversand bestellt und eine große Festplatte dazu. Ein solches Backup muß in erster Linie bequem sein, damit es nicht nur 2-3 Wochen durchgehalten wird. Also habe ich mir auf der Seite meiner Lieblings-Computerzeitschrift (und der besten überhaupt!), der c't das kleine VB-Script (bin noch Windows-Jünger) rsyncbackup.vbs noch heruntergeladen, die Verzeichnisse angegeben, die gesichert werden sollen und einen Link auf meinem Desktop auf das Skript eingefügt und nun schalte ich jeden Freitag meine externe Platte an und Doppelklicke auf das Script und schon habe ich ein Backup.

Das Script ist so geschrieben, dass es "rsync.exe" verwendet, um ein inkrementelles Backup zu erstellen, also nur die Daten zu sichern, die sich seit der letzten Sicherung verändert haben. Trotzdem sieht es so aus, als wäre in jedem Sicherungsverzeichnis ein komplettes Backup, da rsync für alle Dateien, die sich nicht verändert haben, einen Hardlink erstellt, also einen Verweis auf die letzte Sicherung. Das bedeutet, wenn ich jemals die Daten auf einen anderen Datenträger zurückspielen muss, nehme ich einfach das letzte Backup und kopiere es auf das entsprechende Medium.

Warum überhaupt ein inkrementelles Backup? Nun, die meisten Fälle, zu denen man an die Datensicherung muss, sind nicht die, wo der Daten-GAU passiert ist, also alle Daten auf einmal weg sind, sondern kleine gemeine Viren, die sich eingenistet haben, oder der Benutzer, der aus Versehen Verzeichnisse verschiebt etc. Und dafür ist es gut, auch später noch auf frühere Sicherungen zugreifen zu können.

Also ich kann es nur weiterempfehlen - und was sind schon 100€ gemessen an 2000€, die eine Daten-Wiederherstellung kostet, wenn die Festplatte plötzlich ihren Geist aufgibt. (Und da gehört schon ein harter Magen dazu, auf die Fotos der letzten Jahre zu verzichten...)

16.5.06

Pandora.com

Wer kennt das nicht, Du sitzt zu Hause und möchtest gerne ein bisschen Musik hören, aber der Lieblings-Internet-Musiksender spielt gerade nur Schrott und die Musik aus der eigenen MP3-Sammlung ist auch nicht das, wonach Dir der Sinn steht.
Die Lösung heißt: www.pandora.com
Auf der Seite wirst Du befragt, welches Musikstück Du gerade hören möchtest. Pandora sucht dann in seiner Datenbank und spielt diese (oder ein dazu ähnliches Lied). Nun kommt der Clou:
Ob Dir das Lied gefällt, oder nicht, teilst Du dem System mit und im Anschluß versucht Pandora, Lieder zu finden und abzuspielen, die Dir gefallen. In der Folge könnt Ihr zu jedem der Lieder sagen, ob sie gefallen oder nicht und so wird euer eigener Geschmack immer besser getroffen.
Man muß natürlich nicht nach jedem Lied seine Stimme abgeben, sondern kann Pandora auch einfach darauf los spielen lassen und nur die schlechten Lieder abwählen.
Die ganze Anwendung ist in Flash programmiert und das Streaming funktioniert wunderbar und besser als bei so manchem Internet-Radio :-)
Also, um neue Musik zu entdecken, einfach mal bei www.pandora.com vorbeischauen.

Das System basiert übrigens darauf, dass Menschen die Lieder vorgehört haben, und den einzelnen Liedern verschiedene Eigenschaften ("Gene") zugeordnet haben. Der Client versucht nun, aus der Datenbank Lieder auszusuchen, die zu den Genen der Lieder, die man gut bewertet hat, passen. So entdeckt man (hoffentlich) mehr Lieder, die einem gefallen.