11.3.06

Sudoku

Vor einem halbe Jahr hatte ich meine erste Begegnung mit einem Phänomen, dass sich "Sudoku" nennt. Es handelt sich dabei um ein japanisches Zahlenrätsel, bei dem es darum geht, in einem 9 x 9 Felder großen Quadrat jeweils in jeder Reihe, jeder Zeile und jedem 3 x 3 - "Unterquadrat" die Ziffern 1-9 so anzuordnen, dass in sie pro Zeile, Spalte und Unterqusdrat genau einmal vorkommen. Das an sich wäre einfach, aber bei den Rätseln sind einzelne Felder schon mit Zahlen vorbelegt und die fehlenden Zahlen müssen dann passend ergänzt werden.

Zwecks der besseren Anschauung können Sudokus gefahrlos unter großer Suchtgefahr bei www.websudoku.com ausprobiert werden.

Wer dann, wie ich, nach zwei Stunden des Rästelns an einem Sudoku der Schwierigkeitsstufe "Evil" keine Ahnung mehr hat, wie es weitergehen soll, kann entweder, wie ich, seine Freundin fragen und dann nach 20 Minuten ein "Fertig, darf ich nochmal?" hören (das nächste hat dann nur noch 15 Minuten - immer noch bei Evil - gebraucht). Oder, er kann den SudokuSolver, ein Web-Programm, welches - Wer ahnte es? - Sudokus löst (oder auch den Sudoku-Löser, nach einem Tipp (oder der kompletten Lösung) befragen.

Es gibt auch eine englisch-sprachige Anleitung, die angefangen bei trivialen Lösunsstrategien, auch auf nicht ganz triviale Strategien eingeht. Werner Stangl-Taler konnte da natürlich nicht hinterhängen und mußte auch noch seinen Senf dazugeben und schlägt die Negativ-Raster-Methode vor, nicht ohne zu warnen "Wie andere Rätsel auch können süchtig (Nicht substanzgebundene Drogen) machen und den durchaus positiven Aspekt, Konzentration und logisches Denken zu fördern, wieder zunichte machen.". Meiner Meinung nach ist diese eigentlicht deckungsgleich mit der "Uhrzeigerstrichmethode“ aus dem Wikipedia-Artikel. Aber vielleicht ist ja die "Unsichere Zahlen markieren"-Methode die richtige, zumindest arbeitet mit dieser auch die Deutsche Sudoku-Meisterin. Die Kleinen üben sich im Speed Stacking, die großen grübeln über Sudoku...

Laut Wikipedia sind die Sudokus relativ jung und wurden erst 1979 in der heutigen Form in den USA erfunden. Eine japanische Zeitschrift übernahm 1984 das Konzept und druckte regelmäßig Sudokus. Irgendwann dann hat ein Neuseeländer eine Software dazu geschrieben, die Sudokus automatisch erstellen kann, was angeblich fünf Jahre(!) dauerte, und diese dann an Zeitungen weiterverkauft. Und so ist die Lawine dann ins Rollen gekommen. Also, viel Spass :-)

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