22.3.05

Weltwassertag

Grade am Google-Bild gesehen: Nein, nicht die Farbe läuft aus dem Google-Zeichen, sondern heute ist Weltwassertag, aber der ist leider offline.
Im Fernsehen habe ich letzthin einen Bericht gehört, in dem es hieß, daß die Bewohner von Mexiko-City mit den größten Wasserbedarf weltweit hätten (wahrscheinlich zusammen mit den Bewohnern von Saudi-Arabien). Da in Mexiko-City die Wasserkosten von der Stadt so berechnet werden, dass sie die realen Wasserkosten nur zur Hälfte decken, gehen die Bewohner entsprechend verschwenderisch mit dem Wasser um. Angeblich wäscht auch ein armer Mexikaner mindestens einmal täglich sein Auto (mit Trinkwasser), ein reicher läßt mehrmals täglich Waschen. Dabei ist das Wassersystem von Mexiko-City so desolat, dass der tägliche Wasserbedarf Berlins mit dem täglich versickernden Wasser Mexiko-Citys gedeckt werden könnte. Desweiteren sind die Slums in den Randbezirken nicht mit Wasserleitungen versorgt, sondern werden täglich oder wöchentlich mit einem Laster beliefert.
In Saudi-Arabien nutzt man den riesigen globalen Swimmingpool als Wasserquelle. Das Meerwasser mit nicht vernachlässigbaren Folgen für die Umwelt entsalzen. Es wird in riesigen Verdampfern mit Erdgas erhitzt und verdampft. Dadurch kristalliert das Salz aus und wird ausgespült. Das Ergebnis ist dann ein erhöhter Salzgehalt im Meerwasser der Bucht, in der die Entsalzungsanlage steht. Entsprechend ist auch die Flora und Fauna in diesem Gebiet zer- oder doch gestört. Ganz zu schweigen von den Krebsen, Muscheln und anderen Meeresbewohnern, die in die Ansaugkanäle der Anlage geraten.
Nichts dagegen, dass man das Meerwasser entsalzt, aber muss es gleich so viel sein? Muss gleich jeder Bürger Saudi-Arabiens zeitlebens umsonst mit Wasser versorgt werden? Entsprechend wird das Wasser auch verschwendet und werden üppige Gärten und Brunnenanlagen angeschafft, wo normalerweise Wüste wäre.
In Europa ist die Wasserverschwendung nicht so weit verbreitet, der Wasserverbrauch in Deutschland liegt bei 218 Litern pro Kopf, in Sachsen ist er am Niedrigsten.
Das Wasser ist wichtig und ich hoffe, dass uns immer bewusst sind, in welch bevorzugter Situation wir uns befinden, dass bei uns aus der Leitung tagtäglich frisches, sauberes und trinkbares Wasser kommt.

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