7.8.04

Streit um Rechtschreibreform

Heute habe ich einen Artikel ueber die Rechtschreibreform gefunden (und gelesen):
"(...) Heller [Hrsg. der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Anm. d. A.] sagte der 'Hannoverschen Allgemeinen Zeitung', der Boykott der neuen Regeln sei zwar nicht ungesetzlich. 'Ich halte es aber für unmoralisch. Die Rechtschreibreform ist ein jahrzehntelanger demokratischer Prozess gewesen. Jetzt wird versucht, diesen einfach auszuhebeln.' (...)"
Dieser Absatz ist mir aufgestossen, weil ich der Meinung bin, daß die Rechtschreibreform an sich undemokratisch war/ist. Es hat keine Mehrheit gegeben, welche die Rechtschreibreform unterstützt hat. Einzig der Duden-Verlag und die anderen (Schul-)Buchverlage haben sich Umsatzsteigerungen versprochen.
Die FAZ hat schon im Juli 2000 die Rechtschreibreform abgelehnt und auch in allen Briefen, die ich seither in der Hand hatte, hat sich schlimmstenfalls das "dass" eingeschlichen.
Das einzig demokratische an der Rechtschreibreform ist, daß man jetzt schreiben kann, wie man will. Da kaum einer die neuen Regeln beherrscht, wissen die meisten oft nicht, wie etwas richtig geschrieben wird.
Da schalte ich meine Korrekturfunktion in Word ein, und dann sagt mir Microsoft, was richtig und was falsch ist. Duden adé, willkommen Microsoft. Vielleicht bringt ja Microsoft als nächstes auch das Standard-Rechtschreibewerk heraus, oder sie kaufen den Duden-Verlag????

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